Thema: Lebensrückblick

Marion wurde am 12.07.1977 in Ulm geboren.

In ihrer Kindheit hatte sie die Stoffwechselstörung Lupus erythematodes wo sie über 3 Jahre mit Kortison behandelt wurde.

Begeistert war Marion von allem was Motoren hatte und so war sie stehts mit ihrem Vater in dessen Werkstatt.

Des Weiteren war Marion mit Leib und Seele Sportschützin. Durch ihre sehr guten Leistungen kam sie sogar in den Landeskader Baden-Württemberg und hatte auch dort sehr großen Erfolg so dass sie sehr häufig auch bei den Deutschen Meisterschaften in München dabei war.

Im Jahr 2002 lernte sie ihren Lebensgefährten Johnny Rieger kennen und lieben.

Durch dessen Tätigkeit im Bereich Motorsport wurde bei ihr wieder die Leidenschaft für alles was Motoren hatten entfacht und sie wurde Sportwart der Streckensicherung bei Rundstreckenrennen wie  z.B. die Formel 1 Deutschland, Oldtimer Grand Prix und Ferrari Racing Days. Ebenfalls war sie bei verschiedenen Kartsportveranstaltungen mit dabei.

Im Jahr 2006 kam die Begeisterung für Automobilrallyes mit dazu und bald war Marion offiziell im Rallyebüro der AvD-Rallye Eisenberg, AvD Sachsen-Rallye und AvD Rallye-Baden-Württemberg tätig.

Im Jahr 2007 hatte sie zum ersten mal einen Thrombozythenabfall und man stellte die Diagnose ITP und behandelte diese mit einer Kortisontherapie was auch ansprach.

Am 08.12.2009 klagte sie über starken Schwindel und über Kreislaufprobleme worauf sie am 09.12.2009 in die 3. Universitätsklinik Innere Medizin Ulm von mir gebracht wurde und dort stellte man die Diagnose TTP und begann noch am gleichen Tag mit der Plasmapherese.

Diese sprach zuerst an und nach drei Tagen vielen die Werte wieder in den Keller und nach ein paar weiteren Tagen bekam sie ihre erste Retuximap-Behandlung.

Leider führte die erste Behandlung auch nicht zu dem Erfolg den die Ärzte sich versprachen und so informierten sie sich am 22.12.2009 bei Frau Professor Dr. med. Scharrer in der Universitätsklinik Mainz wie sie weiter verfahren würde.

Es wurde besprochen dass man noch am gleichen Abend mit einer Chemotherapie beginnen wolle.

Am Nachmittag des 22.12.2009 bekam Marion dann während der Plasmapherese einen Schock und wurde Ohnmächtig. Trotz der sofortigen Einschreitung der Ärzte bekam sie noch auf der Dialyse einen Herzstillstand und die Ärzte begannen eine 30 minütige Reanimation. Nachdem der Kreislauf soweit stabil war, verlegte man sie sofort auf die Intensivstation wo sie einen weiteren Herzstillstand bekam, doch die verzweifelten Versuche der ärzte blieben diesmal ohne Ergebnis und Marion verstarb um 16.17 Uhr.

John-Gerald Rieger

Nur "gemeinsam" sind wir stark. und können gegen diese Krankheit ankämpfen.
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